Tulpenfeld - Author Rank

Der Author Rank aus der Sicht von Non Profits

Manchmal ist es im Alltag schon komisch. Da hat man innerhalb von wenigen Tagen unabhängig voneinander immer mal wieder ein Thema auf dem Schirm, über das man sonst nicht mehr nachgedacht hat. Zuletzt passierte dies gestern bei Currywurst und Pommes mit dem Kollegen Jan Hindrichs. Jan hat vor wenigen Wochen sein neues Projekt Caritas Plus online gebracht und das auch noch sehr ansprechend für Auge und Gehirn.

Klassische Autorenbox

Autorenbox aus dem Caritas-plus Portal

Bei seinen Blogeinträgen erscheint am Ende, wie es oft üblich ist, eine Autorenbox (siehe Bild). Diese informiert den Leser über den Autor, seinen Hintergrund und manchmal auch über die Biographie. Was dort und in diesem konkreten Fall aber fehlt ist das, worüber gerade viele Blogger und Netzmenschen sprechen und sich austauschen. Und die meisten sind einig:

Der Author Rank wird immer wichtiger und darf nicht fehlen!

Worum geht es?

Reden wir in Deutschland über Suchmaschinen, dann reden wir zu weit über 90% über Google. Google selbst braucht man nicht mehr vorzustellen. Der Internetriese aus Amerika hat seine eigenen Regeln, wann wie und wo Suchmaschinenergebnisse nach der Eingabe eines oder mehrerer Suchworte erscheinen. Eine ganze Industrie hat sich mittlerweile darauf spezialisiert, Websites entsprechend zu optimieren und diese Dienste zu verkaufen. Man spricht von der Suchmaschinenoptimierung, neudeutsch SEO (Search Engine Optimizing). Bevor man sich aber dort im Detail verliert so sollte jeder Internet-Texte-Ersteller wissen, dass es grundsätzlich gar nicht so schwierig ist, Texte und Beiträge zu optimieren. Zumindest die Grundlagen sind keine Raketentechnologie, aber absolut notwendig zum Erreichen entsprechender Platzierungen. Denn nur, was wirklich ganz oben platziert ist, hat die Chance, wahrgenommen und dann auch geklickt zu werden. Viele gemeinnützige Organisationen könnten mit einem minimalen Investment an dieser Stelle bereits weitaus bessere Ergebnisse erzielen.

Google hat das Interesse, Suchmaschinenergebnisse unabhängiger von solchen Einflüssen zu machen, die das „relevante“ Suchergebnis stören. Und hier kommt nun ein Faktor hinzu, den 2012 noch fast alle Nutzer ignoriert haben. Während man Seiten verändern kann und sich Inhalte ändern, so ist ein Faktor stets konstanter als andere: Der Mensch!

Google legt fest, was wichtig ist.

Somit erhält schon seit einiger Zeit ein Faktor eine immer größer werdende Bedeutung. Und dies ist die Reputation des Autors. Google ist seit dem Start des eigenen Netzwerks Google+ nicht mehr nur wichtig, WAS veröffentlicht wird sondern vielmehr auch, WER es veröffentlicht hat und welche Reputation diese Person im Internet (und möglicherweise auch im realen Leben) besitzt. Mit jedem Text, der veröffentlicht wird und mit jeder neuen Verlinkung der Person wächst auch die Reputation. Die genauen Faktoren zur Steigerung des Author Ranks sind Firmengeheimnis von Google, man kann nur spekulieren. Somit kann beispielsweise eine mit einem neuen Blog startende Organisation von der bereits existierenden Reputation eines bekannten Redakteurs profitieren.

Aber Vorsicht! Schreibt der Redakteur nicht mehr für diese Organisation, so wandert die persönliche Reputation des Schreibers mit. Eine digitale Reputation baut man sich nicht „mal eben“ auf und ist ein eher langfristiges Ziel.

Autorenbild Maik Meid

Suchergebnis mit Autorenbild

Bilder der Autoren bei den Suchergebnissen

Ist Google bekannt, welcher Autor wo aktiv ist, so werden neben die ausgeworfenen Suchergebnisse mit dem Foto des Autors erweitert. Das fällt dem Betrachter auf und lässt die Suchenden eher klicken. Und das alles ganz ohne Investitionskosten durch den Autoren.

Das musst du tun!

  1. Konto bei Google+ einrichten.
  2. In den eigenen Profileinstellungen unter „Blogs/Websites“  alle Websites eintragen, auf denen du aktiv bist oder warst.
  3. In der Autorenbox des Blogs oder der Website unter den Profilangaben einen Link zum eigenen Google+-Profil herstellen.
  4. Wichtig: dem Link zum Google+-Profil durch folgendes Attribut erweitern (Author Snippet): rel=“author“. Beispiele siehe unten.

Achtung, ein bisschen Technik!

Das Einbauen dieser kleinen Hürde ist über jedes Content-Management-System machbar. Kannst du es nicht, dann wende dich an deinen Adminstrator oder die Agentur, die deine Seite betreut.

Beispiel für einen Link:

https://plus.google.com/1234ganzlangeZahlenreihe5678?rel=author
oder
<a href=“https://plus.google.com/1234ganzlangeZahlenreihe5678″ rel=“author“>Zu meinem Google Plus Profil</a>

Tipp: Schreibt niemand anderes als eine einzige Person für die Website oder gibt es aus unterschiedlichen Gründen keine Autorenbox unter den Artikeln, so kann man die Verlinkung zum Beispiel auch in den Header oder den Footer einer Website legen. Somit ist gewährleistet, dass jede Seite mit dem Autor Snippet verlinkt ist. Macht Sinn bei privaten Websites.

ikosom Authortag

Autorenbox mit Author Snippet

Weitere Tipps

Google+ nutzen, besonders die „Einkreisen“-Funktion. Aktiv sein und sich einen Kreis von Interessenten aufbauen. Soziale Signale geben und allgemein im Netz aktiv sein.
Ist alles richtig verlinkt (Hier zum Test), dann dauert es ein paar Tage, bis die kleinen digitalen Helfer von Google dies erfasst haben und in die Suchen einbauen. Also ruhig Blut und ein wenig Geduld.

Wichtig ist, nicht zu warten sondern jetzt zu starten.

Und weil das alles nicht wirklich so schwer ist, freue ich mich darauf, dass die Seite von Jan auch bald mit dem Author Snippet verbunden ist und wir bei den Suchergebnissen das Profilbild von Jan und seinen Kolleginnen und Kollegen sehen werden. Oder? 🙂

(Disclaimer: Dieser Artikel erschien zuerst am 15.6.2013 bei sozialmarketing.de)

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