Warum Du Shariff auf Deiner Website nutzen solltest

Dieser Text ist eigentlich für die Kolleginnen und Kollegen des 2. Durchgangs der Weiterbildung im Online-Fundraising an der Fundraising Akademie gedacht. Er entstand aus einer Frage in einem zur Ausbildung stammenden Webinar heraus. Dennoch: Das hier sind keine Geheiminformationen und durchaus erkenntnisreich auf für andere ;-). Nur der Hintergrund mag konfus bleiben.

Datenschutz und das Teilen in Social Media

Im Webinar ging es um Datenschutz und die Aspekte, die beim Einsatz von digitalen Medien im Online-Fundraising zu berücksichtigen sind. Der Fokus kam unter anderem auf Sharing-Optionen und Plugins auf Websites wie das Facebook Page Plugin.

Ihr kennt das: Beitrag gelesen und schnell auf Teilen geklickt. Genau das ist es, warum viele Organisationen Blogbeiträge entwickeln. Schnell gute Inhalte weiter verbreiten (lassen). Die Technik erlaubt mittlerweile viele Wege dieser Verbreitung. Mit einem Klick ist der Inhalt bei Twitter und mit einem weiteren bei Facebook, Pinterest, WhatsApp und Co.

So schön, so einfach. Fies kann es erst werden, wenn Automatismen entstehen und Beiträge für Twitter gleichzeitig auch auf Facebook landen. Aber dies ist ein anderes Phänomen, auf das ich vielleicht ein anderes Mal eingehe, Stichwort IFTTT.

Sharing auf Websites

Diese oben genannten Sharing-Buttons gibt es in unterschiedlichen Varianten. Oft sind sie bereits Teile von gekauften WordPress-Themes, manchmal werden sie als Plugins hinzu installiert.
Problem dabei: Kaum eines der vorhandenen und in Nutzung befindlichen Sharing-Instrumente entspricht dabei den deutschen Datenschutz-Richtlinien. Technisch gesehen ist es so, dass viele bereits vor dem Klicken auf den Button Daten über die Websitenutzung an den entsprechenden Dienstleister übergeben.
Besonders deutlich wird es bei der Nutzung des Facebook Page-Plugins. Um dieses nutzen zu können, muss der Website im Header ein Codeschnipsel mitgegeben werden, der Facebook viele Lese- und somit Auswertungsmöglichkeiten auf Eurer Website ermöglicht. Hierzu müsste der Nutzer aber sein aktives Einverständnis geben, was in der Regel nicht geschieht.

Dies mag der Datenschutzbeauftragte eurer Organisation gar nicht.

Die Lösung: heise macht’s vor, dass es geht.

Der heise-Verlag hat bereits vor einigen Jahren eine Option für Social Media Sharing-Buttons entwickelt und stellt sie seitdem unter dem Namen „Shariff“ kostenlos zur Verfügung. Diese Version ist nach derzeitigem Stand den meisten Datenschutzfreunden genehm und wird daher großflächig eingesetzt.

Die ältere Version der Shariff-Buttons erklärt die Funktionsweise der Buttons grafisch sehr schön.

Buttonleiste
Relativ bekannt im Netz: „Alte“ Shariff-Leiste, die auch als 2-Klick-Lösung bekannt wurde.

Der Button ist inaktiv und wird erst nach dem ersten Klick des Nutzers aktiviert und nach dem zweiten Klick erst ausgelöst. Somit werden erst Daten an den Social Media Anbieter übertragen, nachdem der Nutzer seine ausdrückliche Zustimmung gegeben hat.

Shariff Logo

Die Weiterentwicklung der Shariff-Leiste kann auf diese auch als „Zwei-Klick-Lösung“ bekannte Version verzichten. Einmal klicken für das Teilen der Nachricht reicht und es werden erst dann die notwenigen Informationen übertragen. Vorteil dieser Version ist ebenfalls die grafische Anpassungsmöglichkeite. Von Bord aus sehen die Buttons sowieso bereits sehr schick aus, aber das ist Geschmackssache. Unter diesem Beitrag seht Ihr die aktuelle Shariff-Version im Einsatz.

Der Einbau und die Nutzung auf den eigenen Seiten ist denkbar einfach. Unter WordPress und Typo3 arbeitet Shariff als Plugin. Trotz der einfachen Einbindung hat sich die Lösung leider immer noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Aber daran könnt Ihr ja jetzt was ändern.

tl;dr

Um es kurz zu machen: Durch den kostenlosen Download und die komplikationsfreie Installation des Shariff-Tools ermöglicht Ihr eine datenschutzkonforme Einbindung der Social Media-Sharing Optionen von Beiträgen und Seiten Eurer Website.
Aber bitte nicht vergessen: Dies ist nur ein Schritt, um eine Website datenschutzkonform zu betreiben.